Kinderfotos im Internet – goldig oder gefährlich?

Alle Eltern sind stolz auf ihre Kinder und wollen am liebsten alles mit Fotos oder Filmen dokumentieren und auch gerne mit ihren Freunden, Bekannten und Verwandten teilen. Doch ist es so schlau die Bilder öffentlich im Word Wide Web zu posten? Fakt ist, das Internet vergisst nicht und speichert alles. Auch die Rechte am eigenen Bild, und damit die Rechte an den Bildern unserer Kinder. Diese werden, sobald es einmal auf den sozialen Webseiten gestellt wurde, auf genau diese Webseiten übertragen – das heißt alle Bildrechte liegen dann nicht mehr beim Fotografen, sondern bei Facebook und Co. und diese dürfen Eure Bilder zu deren Zwecke verwenden und missbrauchen.

Die Frage ist, wollt Ihr das wirklich? Wir haben für Euch ein paar interessante Tipps, wie das Verbreiten der Bilder Eurer Liebsten sicherer wird und es auch nur die sehen, die es wirklich sehen sollen und dürfen.

_MG_9678Das Posten, Teilen und Liken von Bildern auf Plattformen wie Facebook, Instagram und Co. ist für viele von uns mittlerweile zum Alltag geworden. Auch die Bilder der eigenen Kinder werden stolz und selbstverständlich über die sozialen Netzwerke verbreitet. Dagegen ist grundsätzlich nichts zu sagen, aber in der Anonymität des Internets vergisst man schnell, dass man nicht jedem Menschen vertrauen darf. Ein paar Dinge sollte man daher beachten, wenn man das Leben seiner Kinder im Internet teilen möchte:

Einer der wichtigsten Punkte ist, dass man dafür sorgt, dass wichtige Daten, wie Adresse und Telefonnummer, am besten überhaupt nicht mit den Personen in Verbindung gebracht werden können. Umso weniger man über einen im Internet herausfinden kann, umso sicherer ist man auch außerhalb der virtuellen Welt. Fotos sollten am besten nur über geschützte Bereiche mit Menschen geteilt werden, die auch wirklich bekannt sind. Es gilt unbedingt dafür zu sorgen, dass diese Bilder nicht von Fremden einsehbar sind.

Eine weitere Mögl_MG_9536ichkeit zum Schutz der Kinder ist es, diese nur so zu fotografieren, dass das Gesicht nicht direkt zur Kamera zeigt oder zumindest so, dass die Kinder von Fremden nicht wiedererkannt werden können. Ebenfalls ist es wichtig darauf zu achten, dass die Ortserkennung beim Fotografieren deaktiviert und die Freigabe für das Finden in Suchmaschinen beim Teilen über Facebook unbedingt abgeschaltet wird.

Am besten ist es Fotos mit Freunden über einen Filehosting-Dienst wie Dropbox oder in einer Cloud zu teilen, der nur für die Familie oder die Freunde zugänglich ist.

Bevor Ihr überhaupt Bilder von Euren Töchtern und Söhnen postet ist es wichtig darüber nachzudenken, wie die Kinder in einigen Jahren reagieren könnten, wenn diese sich selbst im Netz entdecken. Immerhin haben sie auch das Recht am eigenen Bild, aber Eltern entscheiden als Vormund über die Verbreitung der Fotos. Ebenfalls solltet Ihr daran denken, dass Bilder und Fotos immer kopiert, bearbeitet oder verändert werden und diese „gefakten“ Bilder dann einfach weiterverbreitet werden können.

Meine Meinung zu diesem Thema steht fest – Vorsicht ist besser als Nachsicht! Vielleicht teilt Ihr auch diese Meinung oder habt eine komplett andere – trotzdem habe ich hier einen Vorschlag für Euch, wie Ihr die Fotos der lieben Kleinen immer bei Euch haben und auch einfach an Bekannte und Verwandte weitergeben könnt: Verschenkt doch mal wieder gedruckte Fotoalben. Diese sehen nur die Menschen, für die die Bilder erstellt wurden, sind auch noch nach Jahren schön anzusehen und liegen nicht in irgendwelchen Ordnern auf dem Rechner, wo wir sie vergessen oder nicht mehr finden.

Und was ist Eure Meinung? Kinderbilder auf sozialen Netzwerken posten: ja oder nein?

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